Herlitz unter Pelikans Fittiche

Herlitz kommt unter die Fittiche von Pelikan, denn der Schreibgeräteproduzent kaufte vom Finanzinvestor Advent International, dessen Herlitz-Anteile von 66 Prozent für 45 Millionen Euro. Allerdings fehlt bisher noch die Zustimmung der Kartellbehörden. Und der Konzern Pelikan International mit Sitz in Malaysia will noch mehr, so machte er nämlich auch den übrigen Herlitz-Aktionären ein

Kaufangebot. Zu der Übernahme gehören Optionen, Gesellschafterdarlehen, sowie eine Beteiligung am Logistikzentrum von Herlitz in Falkensee bei Berlin.

Das 1904 gegründete Traditionsunternehmen Herlitz geriet Mitte der 90er Jahre in Schwierigkeiten. So folgte 2001 die Übernahme von einem Anteil von 65 Prozent durch ein Bankenkonsortium, und nach weiteren vier Jahren stieg der Finanzinvestor Advent ein. Herlitz konnte sich von der im Jahr 2002 angemeldeten Insolvenz, durch einen enormen Forderungsverzicht der Gläubiger nochmals sanieren und retten.

Die gestärkte Ertragskraft erzielte Herlitz, mit momentan knapp 2000 Beschäftigten, durch eine verordnete Straffung des Sortiments und dem Verkauf von Beteiligungen. Demnach erreichte der Konzern im letzten Jahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 3,7 Millionen Euro. Unter dem Strich stand zwar noch immer ein Fehlbetrag, der sich jedoch auf 1,1 Millionen Euro verringerte. Der Umsatz lag bei 301,9 Millionen Euro.

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Herlitz unter Pelikans Fittiche wurde am 04.12.09 um 21:49 in Firmenzusammenschlüsse veröffentlicht.
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